Kalligrafie & Komposition mit gebrochenen Schriften

Claudia Dzengel

Gebrochene Schriften einmal anders - dabei legen wir unser 
Augenmerk besonders auf die Komposition mit Buchstaben.

Zu Beginn gestalten wir aus den Grundelementen der Fraktur–Versalien und später aus ganzen Wörtern Text-Bild-Kompositionen. Dabei steht die Schrift und Proportion der Buchstaben zwar im Vordergrund, die Lesbarkeit ist aber nicht immer das oberste Prinzip. Wir kombinieren große, teilweise schwungvolle Formen mit feinen Linien. Die Breitfeder sowie Stifte/Pinsel mit einer breiten Schreibkante (Calligraphy-Pen, Flachpinsel, Automatic-Pen, Plakatfeder, Balsaholz…) dienen uns hier als ideale Werkzeuge. Ganz nach persönlichen Vorlieben kann der Fokus auf das Erlernen der Frakturschrift oder das Experimentieren mit unterschiedlichen Werkzeugen gelegt werden. Je nach Vorkenntnissen kann die Fraktur auch mit der gotischen Kursive kombiniert werden.

Der Kurs ist sowohl für Kalligrafie-EinsteigerInnen als auch für Schreiberfahrene geeignet.

max. 12 Teilnehmer

Kurszeiten:
Samstag–Dienstag: 10:00–17:00 Uhr, Mittagspause: 12:30–14:00 Uhr
Mittwoch: 10:00–12:30 Uhr, Mittagspause: 12:30–14:00 Uhr
Kursende und Ausstellungsaufbau: 15:00 Uhr, Vernissage: 19:30 Uhr 

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Fotografie - „Sehnsucht”

Reiner Riedler

Sehnsucht (mhd. „sensuht”), als „krankheit des schmerzlichen verlangens”) ist ein inniges Verlangen nach einer Person, einer Sache, einem Zustand oder einer Zeitspanne, die/den man liebt oder begehrt. Sie ist mit dem schmerzhaften Gefühl verbunden, den Gegenstand der Sehnsucht nicht erreichen zu können.

Bei Menschen, die sich vor Sehnsucht „verzehren”, kann diese in bestimmten Fällen krankhafte, psychopathologische Züge annehmen, so etwa bei verschiedenen Formen der Todessehnsucht, die bis zum Suizidwunsch reichen kann.

Wir alle kennen dieses Gefühl, wenn wir uns nach etwas Unerreichbarem sehnen, nach einem Zustand, einem Menschen oder einem bestimmten Ort - wie etwa im Gemälde „Der Wanderer über dem Nebelmeer” des Romantikers Caspar David Friedrich, auf der ein Mann in Rückenansicht eine stürmische Landschaft betrachtet.

Dieser Workshop soll uns die Möglichkeit bieten, etwas über uns selbst herauszufinden. Gibt es etwa Orte, die bei uns ein Gefühl der Sehnsucht erwecken oder sind es Handlungen, die wir gerne setzen würden? Oder sind es andere Menschen, die wir beobachten, die Sehnsucht in sich tragen? Mit der Kamera als Schlüssel zu diesen Themen, werden wir versuchen, mehr über uns und über unsere Umwelt zu erfahren.

Folgende Themenbereiche könnten wir in Betracht ziehen: Jugend, Familie, soziale Ungerechtigkeit, Immigration, Sexualität, Urlaub, Paradies, Utopia, Träume...

Ich würde Euch ersuchen, bereits vor dem Workshop nachzudenken, welche Themen Ihr spannend findet. Im Grunde habt Ihr völlig freie Wahl. Allerdings werden wir versuchen Geschichten zu erzählen (Visual Storytelling) und uns nicht nur formal mit unseren Themen auseinandersetzen. Dafür benötigen wir auch einen gesellschaftlichen Bezug, also etwa der Mensch, der Spuren hinterlässt.

Wichtig ist auch eine gründliche Recherche. Wenn Ihr ein Thema gefunden habt, versucht Eure Recherche möglichst breit anzulegen (Literatur, Medien, Internet, Musik, Kunstgeschichte etc.), damit Ihr Bescheid wisst, worüber Ihr später in Euren Fotografien sprecht.

Ich bin gerne schon vorab bereit, Eure Themenvorschläge entgegenzunehmen:
riedler@photography.at
Telefon
0664 2607960


max. 12 Teilnehmer

Kurszeiten:
Samstag-Dienstag: 10:00-17:00 Uhr, Mittagspause: 12:30-14:00 Uhr
Mittwoch: 10:00-12:30 Uhr, Mittagspause: 12:30-14:00 Uhr
Kursende und Ausstellungsaufbau: 15:00 Uhr, Vernissage: 19:30 Uhr

Materialliste

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Bildhauerei / Inhalt wird Form: Ideen in Speckstein und Alabaster

Christian Strutzenberger

Einer Inspiration Platz in der materiellen Welt zu verschaffen, und eine Skulptur zu schaffen, dazu ist Speckstein und Alabaster auf Grund ihrer Weichheit ideal geeignet. Ohne größere körperliche Anstrengung aufbringen zu müssen, lassen sich in bildhauerischer Arbeit das Sichtbare und das Unsichtbare ausdrücken und somit nicht nur Fakten, sondern auch Gefühle offen legen, um diesen eine „begreifbare” Form zu geben.

Die Gestaltung von Speckstein ist nicht kompliziert. Als Teilnehmer erlernen Sie das Arbeiten direkt am Stein ohne vorgefertigtes Kleinmodell. Die Bearbeitung in einzelnen Arbeitsschritten, vom Proportionieren des Rohsteins bis hin zum Oberflächenfinish, sowie der Gebrauch verschiedener handgeführter Werkzeuge sind weitere Vermittlungsinhalte. Auf der Mohs´schen Härteskala steht Speckstein auf Stufe 1, Alabaster auf Stufe 2-2,5. Auf Grund dieser Eigenschaft können auch Werkzeuge für die Holzbearbeitung verwendet werden.

Wochenendkurs und 5-Tagekurs sind für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet! Bei der Arbeit mit Alabaster ist empfehlenswert, auf alle Fälle den 5-Tage-Kurs zu buchen, weil dieses Gestein etwas härter als Speckstein ist.

max. 12 Teilnehmer

Kurszeiten:
Samstag-Dienstag: 10:00-17:00 Uhr, Mittagspause: 12:30-14:00 Uhr
Mittwoch: 10:00-12:30 Uhr, Mittagspause: 12:30-14:00 Uhr
Kursende und Ausstellungsaufbau: 15:00 Uhr, Vernissage: 19:30 Uhr

Materialliste

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Cyanotypie - Malen mit Licht

Herwig Prammer

Cyanotypie (Blau-Druck) ist ein fotografisches Verfahren, das zur Zeit der Anfänge der Fotografie erfunden wurde - von Sir John Herschel im Jahr 1842 in England, der ein Kopierverfahren für seine astronomischen Berechnungen suchte. Herschels Freundin Anna Atkins hat das Verfahren übernommen und 1843 einen Band mit Fotogrammen von Pflanzen zusammengestellt, was heute als das erste Fotobuch angesehen wird.

Bei der Cyanotypie wird ein mit Eisenammoniumcitrat und rotem Blutlaugensalz beschichtetes Material (z. B. Aquarellpapier), auf das ein teilweise durchscheinender Gegenstand oder auch ein fotografisches Negativ gelegt wird, mittels Sonnenlicht (UV-Licht) belichtet und durch Wässern fixiert. Das Bild erscheint in tiefen Blautönen, in sogenanntem Berliner Blau oder Preußisch Blau. Die Einfachheit des Verfahrens und die feinen Farbabstufungen der Blautöne eröffnen ein grossartiges Experimentierfeld für Fotografie im ursprünglichen und erweiterten Sinn - Malen mit Licht!

Der erste Schritt des Kurses besteht im Erarbeiten der Technik - dem Mischen der (ungiftigen) zwei Chemikalien mit Wasser, dem Präparieren von Papieren, und dem Ausloten der Belichtung. Ziel ist die Beherrschung dieses historischen Edeldruckverfahrens, um in den restlichen Tagen ein individuelles Projekt zu erarbeiten und verfolgen zu können, welches am letzten Kurstag präsentiert werden soll.

Kursanforderungen:
Da sich dieses Edeldruckverfahren sehr einfach ausführen lässt, sind technische oder fotografische Vorkenntnisse nicht notwendig. Der Kurs richtet sich sowohl an Anfänger als auch an Fortgeschrittene im Bereich Edeldruckverfahren und historische fotografische Prozesse, die ihre Kenntnisse vertiefen und im Diskurs an einem Projekt arbeiten wollen.

max. 12 Teilnehmer

Kurszeiten:
Samstag-Dienstag: 10:00-17:00 Uhr, Mittagspause: 12:30-14:00 Uhr
Mittwoch: 10:00-12:30 Uhr, Mittagspause: 12:30-14:00 Uhr
Kursende und Ausstellungsaufbau: 15:00 Uhr, Vernissage: 19:30 Uhr

Materialliste
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Malerische Interpretation von Meisterwerken

Hapé Schreiberhuber

Ausgangspunkt ist Ihre Wahl einer Reproduktionen berühmter Meisterwerke der gegenständlichen Malerei (non objectiv). Nach Bild- und Materialbesprechung wird das Thema auf EINE Leinwand übertragen, und dann in der eigenen Formen-und Farbensprache interpretiert. Alle malerischen Techniken - auch Ölmalerei - sind möglich. 

Der Kurs richtet sich an Anfänger und Fortgeschrittene.



max. 12 Teilnehmer

Kurszeiten:

Montag+Dienstag: 10:00-17:00 Uhr, Mittagspause: 12:30-14:00 Uhr

Mittwoch: 10:00-12:30 Uhr, Mittagspause: 12:30-14:00 Uhr

Kursende und Ausstellungsaufbau: 15:00 Uhr, Vernissage: 19:30 Uhr

Materialliste


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Aktzeichnen mit Modell

Hapé Schreiberhuber

Nach 10 Jahren als Lehrer für Abendakt an der VHS Steyr (1996-2006) frage ich mich, wo all die ZeichnerInnen hin verschwunden sind. Denn (Akt)Zeichnen heißt auch üben, täglich zeichnen, sich warm zeichnen, Variationen zeichnen, alte Meister studieren, und vor allem Finger weg vor dem Auslöser einer Kamera oder Smartphone, wenn es heißt, sich der menschlichen Figur zeichnerisch zu nähern. Der Kurs wird alle vier Tage mit Modell gestaltet. Samstag und Sonntag gibt es Gesprächskorrekturen in Ihrem zeitgleichen Zeichenprozess, Montag und Dienstag gibt es ausschließlich Korrekturgespräche nach den Modell-Sitzungen. Alle zeichnerischen Techniken sind möglich.

max. 12 Kursteilnehmer

Kurszeiten:
Samstag-Dienstag: 09:00-17:00 Uhr, Mittagspause: 12:00-14:00 Uhr
Ausstellungsaufbau: Mittwoch ab 15:00 Uhr, Vernissage: 19:30 Uhr

Materialliste

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